Angst der Sicherheit

November 16th, 2006 | by Lawlita |

Die Menschen in der Bundesrepublik fühlen sich relativ sicher und haben keine Angst Opfer einer Gewalttat zu werden.

REGIERUNGonline - Deutschland - eines der sichersten Länder

Schön wär’ es. Jedem halbwegs fähigen Beobachter fällt eines auf: Die Menschen in der Bundesrepublik könnten sich relativ sicher fühlen. Sie tun es aber nicht. Fragt man die öffentliche Paranoia, dann leben Kinder wohl am gefährlichsten. Täglich, in jeder Familie, an jeder Straßenecke und dem Kindergarten lauert ständig die Gefahr, vergewaltigt, eingesperrt, zerstückelt und gefoltert zu werden.
Auf den Kinderspielplätzen sitzen Männer zwischen jung und alt und halten Ausschau nach kleinen Mädchen. Um sie zu kidnappen natürlich, sie zu vergewaltigen und umzubringen. Unterschichtenfernsehen hin oder her - täglich sieht man doch Berichte darüber bei RTL & Co!

Der zweite Sicherheitsbericht formuliert das folgendermaßen:

Nach wie vor wird jedoch die Kriminalitätsentwicklung von den Bürgern stark verzerrt wahrgenommen. Der Anteil der schweren Delikte wird krass überschätzt. Die Mehrheit der Bürger nimmt selbst dann Zunahmen der Kriminalität an, wenn Hell- und Dunkelfeldbefunde zeigen, dass es zu Rückgängen gekommen ist. Dieses Phänomen findet sich auch in anderen westlichen Ländern.

Und so, wer hätte es gedacht (Frau Zypries laut eigener Aussage jedenfalls nicht), gibt es jährlich zwischen drei und fünf Fälle der Sexualmorde an Kindern - stabil innerhalb der letzten zehn Jahre. Der Anteil der Straftaten gegen das Leben an der Gesamtzahl an Straftaten beträgt 0,06%, solcher gegen die sexuelle Selbstbestimmung 0,9%.

Der Anteil der Berichterstattung bei RTL & CO dagegen dürfte weit mehr als eine Potenzierung der Realität darstellen…

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