Benjamin Blümchen und G8
Juni 12th, 2007 | by Lawlita |Benjamin Blümchen und Bibi Blocksberg sind die heimlichen Feinde des demokratischen Deutschen Staats. Sie nämlich indoktrinieren die Kinder, die Zukunft unseres Landes, mit linkem Gedankengut.
Schonungslos deckt Gerd Strohmeier für die Bundeszentrale für politische Bildung auf, welches Zerrbild die kommunistisch-terroristische Gehirnwäsche beispielsweise von Politikern vermittelt.
Sie schreiben ihm seine Reden, sagen ihm, wann er diese zu halten hat, erklären ihm, was vorgeht und was sich hinter bestimmten Begriffen, wie etwa dem des Recycling, verbirgt. Mit anderen Worten: Der Bürgermeister ist (selbst im Vergleich zu Kindern) ungebildet, unfähig, ungeschickt, unbeholfen und undiplomatisch - kurz: “eine Flasche, aber ohne Geist!”
Ein ähnlich negatives Image zeichnen die fälschlich als harmlose Kinderunterhaltung verstandenen Geschichten auch von der Polizei:
Die Polizisten treten in der Regel wie Soldaten auf: ernst, streng und gehorsam. Sie tun blind ihre Pflicht und haben nicht selten eine regelrechte Freude am Verhaften.
Damit wird klar, dass keineswegs die Gesellschaft als solche für das Heranwachsen staatsfeindlicher Zombies verantwortlich ist, sondern kleine Gruppen von Kriminellen, die mit suggestiven Äußerungen unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit Freigeistertum und Terrorismus besonders unter hilflosen Kindern säen.
Kurz: Die “richtigen” politischen Positionen bzw. Verhaltensweisen sind ökologisch, postmaterialistisch, basisdemokratisch, kritisch, zivilcouragiert, pazifistisch, sozial, antikapitalistisch, egalitär, tendenziell anarchisch bzw. antistaatlich, antihierarchisch, antiautoritär und antikonservativ; mit anderen Worten: “links” der politischen Mitte (linksliberal bis linksalternativ).
Nur folgerichtig ist aus diesem Grunde die sich langsam durchsetzende Auffassung, die freie Meinungsäußerung durch ein Recht zur Meinungskundgabe unter Verantwortungsvorbehalt zu ersetzen.
Insbesondere im Hinblick auf die tägliche und unnötige Auseinandersetzung mit Kritikern, deren Geschwätz ohnehin niemanden mehr aufregt, ist eine solche Neudefinition unverzichtbar, denn nur so kann verhindert werden, dass alltägliche Bemühungen des Staates zur Modernisierung des Grundrechtsverständnis von Minderheiten torpediert wird. Besonderes Augenmerk sollte in diesem Kontext auf suptilen, über das Internet transportierten Äußerungen liegen.


