C:\Eigene Dateien\tagebuch.doc und der Terror

Februar 9th, 2007 | by Lawlita |

Nachdem der BGH vor wenigen Tagen eine Online-Durchsuchung für durch die Strafprozessordnung nicht gedeckt erklärt hat, erreicht Wolfgang Schäubles war on privacy eine neues Level. Er will eine Rechtsgrundlage schaffen, um Online-Durchsuchungen zu erlauben.

Soweit bereits bedenklich.
Doch nun äußerte sich Schäuble in einem Interview mit der TAZ zur Frage, wie dabei der vom Bundesverfassungsgericht als für unantastbar erklärte Kernbereich privater Lebensführung geschützt werden solle, wie folgt:

Ich kenne und respektiere die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zum Schutz der Privatsphäre. Aber wir müssen auch sehen, dass dieser Schutz in der Alltagswirklichkeit praktikabel bleibt. Verbrecher und Terroristen sind klug genug, so etwas auszunutzen. Die tarnen ihre Informationen dann zum Beispiel als Tagebucheintrag. So leicht dürfen wir es denen nicht machen.

Mit seiner neuesten Äußerungen tritt damit klar hevor, was man bisher nur vermuten konnte: Schäuble ist psychisch schwer krank, er leidet unter Realitätsverlust.
Nach Wikipedia bezeichnet dies

die Unfähigkeit eines Menschen, das eigene Handeln mit der Objektivität der realen Welt und der Denkweise seines Umfeldes in Einklang zu bringen.

Betrachten wir einmal die objektive reale Welt.
Versuchen wir einmal, uns in einen Terroristen hinein zu versetzen. Unser Klischee-Terror-Islam-Fanatiker Mohammed sitzt also vor seinem Rechner, startet Microsoft Windows, dann Word und fängt an zu tippen.

Mittwoch, den 28ten Februar. Anschlag auf das Innenministerium. Ich werde mit meinen Dschihad-Brüdern Terror-Ali und Terror-Mustafa, alle mit einem Gürtel mit Sprengstoff um den Bauch getarnt als Touristengruppe den Schäuble mitsamt Mitarbeitern und Gesetzesentwürfen in die Luft jagen.
Allah ist groß, ich freu mich auf die Jungfrauen, machts gut meine Homies und tötet die Ungläubigen!

Dann ist Terror-Mohammed fertig, und erinnert sich daran, dass er in NRW wohnt, wo Online-Durchsuchungen ja gesetzlich verankert sind, und kommt auf die Idee (Terror-Mohammed ist ein kleines Schlitzohr, wäre er doch besser mal zum Zirkus gegangen oder Vertreter für Haustürgeschäfte geworden), den Kernbereich privater Lebensführung auszunutzen, da er damit rechnet, dass sein PC mit dem Bundestrojaner infiziert ist, und ständig vom BKA durchsucht wird.
Immerhin hat Friseur Schmidt gemeldet, dass Mohammed in den letzten 6 Monaten mit einem immer längeren schwarzen Bart gesichtet wurde.

Terror-Mohammed speichert seinen Terrorplan deshalb nicht unter terrorplan.doc, sondern lieber unter tagebuch.doc.
Verschlüsselungen und der ganzen Kram, ein Virenscanner gegen den Bundestrojaner, oder ein sicheres Betriebssystem waren Mohammed aber zu viel Aufwand.
Ein Verzicht auf einen am PC getippten Abschiedsbrief kam auch nicht in Frage, seine Handschrift wäre nämlich eine Zumutung für Allah gewesen.

Soviel zur objektiv-realen Welt. In dieser Welt liest das BKA dann aber auch tagebuch.doc, streckt Mohammed und die drei Terror-Freunde bei einer gemütlichen Shisha-Runde mit gezielten Schüssen nieder, und kann somit das Leben des Wolfgang Schäuble retten.
Auf dass dieser und seine Gesetze nicht in den Flammen göttlichen Zorns untergehen, sondern weiterbestehen und Menschen, die nur einen leichten psychischen Schaden haben, zur Weißglut treiben.

Das sind Menschen, die Schäubles beschränkte und verzerrte “Realität” nicht teilen, und zu tausenden Verfassungsbeschwerde gegen Schäubles Maßnahmen im war on terror einlegen.
Doch Psycho-Schäuble ist sich seiner Sache genauso sicher wie Terror-Mohammed:

So etwas regt mich nicht mehr auf.

Übrigens können laut Wikipedia

Auslöser [von Realitätsverlust] … traumatisierende Erlebnisse, Schock, Drogen- und Alkoholmissbrauch, aber auch der Beginn schwerer psychischer Erkrankungen, wie Schizophrenie sein.

Eine weitergehende treffende Kommentierung dieses Interviews findet ihr auch bei Oeffinger Freidenker.

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