Endlich weiß ich…

März 12th, 2007 | by Lawlita |

… was Frauen wollen. Im Auftrag der BRIGITTE wurde es ermittelt wie der SPIEGEL berichtet.

Okay, mit 520 befragten Frauen absolut nicht repräsentativ, aber vielleicht sollte ich doch lieber…

… weniger zuhören, dafür entscheidungsfreudig sein.
… schlechter im Bett sein, dafür Karriere machen (also intensiver studieren).
… mit der ganzen Geistesbildung aufhören und lernen einen Bohrer zu bedienen.

Insbesondere wenn man bedenkt, dass die Studie “Frauen” ab 14 Jahren (!) befragt hat. Bei den in endlosen Kopien vorhandenen rosarot-verkitschten Massenmedien-Vorstellungen der GZSZ-Jungstar-Teenies die da mit in die “Studie” eingeflossen sind (In diesem Zusammenhang drängt sich mir immer der Vergleich mit den Zeiten der analogen Musiktechnik auf, als nach der 10ten Kopie einer Kopie einer Kopie der Song irgendwie - naja - kopiert und abgenutzt klang) - wie muss da meine Zielgruppe gepolt sein, um solche Ergebnissen zu produzieren?

Die Antwort darauf gibt auch die BRIGITTE - in ihrem Forum. Unter der vielversprechenden Überschrift Wie werde ich zum Fickhasen - Die Hasenschule findet sich auf gegenwärtig 2681 Seiten (53.604 rosarote Beiträge!) eine subtile, repräsentative Untersuchung zum geistigen Zustand der Leserschaft.

Diagnose: Empfindliche Empfangsstörungen bis hin zum Komplettausfall wichtiger Gehirnareale durch nach außen transportiertes, geistiges Hintergrundrauschen.

Aus den Signaturen:

Intelligenz ist nicht alles; Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart; Wen du nicht mit Können beeindrucken kannst, den verwirre mit Schwachsinn

Aus den (ungekürzten) Beiträgen:

so missy ist wieder da, essen war lecker griechich
zu glück will schatzymann heut nicht mehr vorbei kommen; ja lebt denn der alte schatzymann noch,
ja er lebt noch, ja er lebt noch…; zum Glück war meine Mutter da Einphallsreicher; Was für ein Glücksphall

Ich werde wohl nochmal kritisch überdenken, ob ich einer so gepolten Frauenwelt überhaupt gefallen möchte.

PS: Im übrigen frage ich mich immernoch, wie der SPIEGEL dazu kommt, aus der Frage “was ist heute männlich” die Partner-Präferenzen der Frau von heute abzuleiten. Das passt logisch bestenfalls, wenn man implizierte, dass
a) Frauen auf männliche Männer stünden
b) Die Frage keine Zustands- sondern Sollensbeschreibung zum Ziel hatte

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