Gesteigerter Nerv-Level im Unterschichtenfernsehen

Dezember 13th, 2006 | by Lawlita |

Sollte die geänderte EU-Richtlinie zur Liberalisierung von TV-Werbung Realität werden, wird der Nerv-Faktor im Fernsehen weiter steigen.

Zu den im Regelfall schon schmerzenden Inhalten kommen dann neben Sendezeichen, animierten Logos, viel zu lauter Werbung, Jamba-Klingelton-Texteinblendung, abgeschnittenen Abspännen, ruinierten Filmenden auf Grund sinnfreien Kommentar-Ansage-Gelabers und durch das Bild fliegenden Raumschiffen zunächst eine Werberate-Anhebung.
Alle 30 Minuten darf man sich dann der neuesten Kaufpropaganda aussetzen (bisher 45), und damit der Zuschauer nicht den Ton abdreht oder gar wegzappt, gibt es zumindest bei Sportsendungen die Möglichkeit, diese

mit Einzelwerbespots ohne zeitliche Vorgaben zu unterbrechen

Das gute Product-Placement wird nicht verboten, aber dank Brüssel müssen wir darauf hingewiesen werden -

alle 20 Minuten mit einem Signal.

Aber ein Gutes könnte die europäische Angleichung immerhin haben, was einen davon abhalten könnte den eigenen Fernseher inklusive GEZ-Abo umgehend in einem Akt medialer Selbstbefreiung aus dem Fenster zu kicken.

Hierzulande gäbe es fast 3000 indizierte Filme, die nicht im Fernsehen gezeigt werden dürfen.

Diese kämen nach Meinung des Verbandes Video- und Medien-Fachhandel in Deutschland (IVD) dann kurzerhand über das Ausland nach Deutschland und umgingen so die in Deutschland strenge Zensur.

Obwohl: Was es im Fernsehen gibt, gibts im Internet sowieso schon lange…
Quelle: Heise.de

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