Über das Studieren
Juni 12th, 2007 | by Lawlita |Ein Studium sollte dazu dienen, Wissen und Intelligenz zu schärfen, um sich und seine Umwelt in Tiefen zu verstehen und vernünftig, individuell und wünschenswert gestalten zu können.
Wer diese Fähigkeit nicht erlangt oder an der Tür abgibt, wenn er die Universität verlässt, hat den Grundgehalt und das Wesen eines Studiums und seinen Unterschied zu einer tätigkeitsbezogenen Ausbildung nicht erkannt.
Wer eine Verkürzung und Verschulung des Studiums und Fixierung auf eine praxisbezogene Ausbildung fordert, ebenfalls.
Tags: Philosophie, Sein, Studium, Wissen


6 Responses to “Über das Studieren”
By Daniel on Jun 13, 2007 | Reply
Ganz deiner Meinung.
Wer studiert sollte nicht nur vorgegebene Denkmuster beherrschen, sondern vor allem auch ein eigenes Urteil bilden können.
By calypso on Jun 13, 2007 | Reply
Weshalb ein Studium über den eigenen Fachbereich hinausgehen sollte.
Wenn das die Uni schon nicht (mehr) leistet, dann muss es jeder selbst tun.
By Daniel on Jun 14, 2007 | Reply
Dazu fehlt vielen die Motivation. Ich kann nicht beurteilen, ob ein Interesse, jenseits d. erfolgreichen Abschlusses, an der Bedeutung der Institution Hochschule und Wissensgestaltung vorhanden ist. Aber ich vermut nicht.
Ich denke, dass liegt unter anderem auch an der Studienfächern an sich. Informationstechnische und naturwissenschaftliche Fächer geben den Studierenden zwar eine Spezialkenntniss, durch diese die Studenten schnell einen job finden können, aber im Gegenzug zu Geisteswissenschaften kommt es zu keiner eigenen Veränderung. Denn wer geistewiss. Fächer studiert setzt sich automatisch mit Kommunikationssystemen, Verhaltensvorgängen und Lebensformen auseinander, die einen selbst prägen.
By calypso on Jun 14, 2007 | Reply
In Letzterem würde ich dir nicht zustimmen.
Ich denke jedes Studienfach hat das Potential dazu, eine geistige Veränderung, eine Entwicklung anzustoßen und zu unterhalten.
Lediglich die Seite von der man sich annähert wird eine andere sein.
Beispielsweise stößt einen das Studium der Physik vielleicht nicht so sehr auf die Komponenten, die eine Gesellschaft formen, aber auf die, die die Umwelt schaffen und ermöglichen.
Der Astrologe wird konfrontiert mit der Unendlichkeit des Universums, Geburt und Untergang von Planeten.
Der Mediziner mit dem Phänomen Leben, der Informatiker mit der Frage danach, ob Informationen Intelligenz ausmachen oder schaffen können.
Letzlich hat jedes Fach seine philosophische Basis, und viele brilliante Wissenschaftler hatten meines Erachtens daher nicht ohne Grund starke philosophische Züge und Leidenschaften.
Es kann daher nur förderlich sein, sich aus dem unbegrenzten See des menschlichen Wissens nicht nur einen kleinen Schluck zu trinken, um nicht zu verdursten, sondern soviel wie es einem möglich ist.
By Daniel on Jun 14, 2007 | Reply
Stimmt da habe ich mich unpräzise ausgedrückt. Eine geistige Veränderung gibt es schon, aber auf welche Art und Weise. Denn die eine sparte trägt eben zum Verständniss der Natur, die anderer zum Verständnis der Kultur bei. Kultur beinhaltet die Form wie wir Zusammenlebens.
Ich will damit nicht sagen, dass Naturwissenschaftler dümmer oder ungebildeter sind.
Mir geht es eher um eine Tendenz.Wenn ein techniker und ein Psychologe aufeinandertreffen, haben beide denke ich eine entgegensätzliche Ansicht v. der Welt der Dinge. Der eine kann erklären wie Maschinen funktionieren und der andere wie menschen v. Maschinen vllt. abhängen:)
Genauso wie Krankenschwestern eher sozialere Ansichten haben und Sekretärinnen vllt. mehr ökonomische.
By Daniel on Jun 14, 2007 | Reply
Stimmt da habe ich mich unpräzise ausgedrückt. Eine geistige Veränderung gibt es schon, aber auf welche Art und Weise. Denn die eine sparte trägt eben zum Verständniss der Natur, die anderer zum Verständnis der Kultur bei. Kultur beinhaltet die Form wie wir Zusammenlebens.
Ich will damit nicht sagen, dass Naturwissenschaftler dümmer oder ungebildeter sind.
Mir geht es eher um eine Tendenz.Wenn ein techniker und ein Psychologe aufeinandertreffen, haben beide denke ich eine entgegensätzliche Ansicht v. der Welt der Dinge. Der eine kann erklären wie Maschinen funktionieren und der andere wie menschen v. Maschinen abhängen:)
Genauso wie Krankenschwestern eher sozialere Ansichten haben und Sekretärinnen vllt. mehr ökonomische.