“Und dann können sie damit machen was sie wollen” (BASE 5ter Teil)
Juni 4th, 2007 | by Lawlita |Über meine Odysee mit BASE hatte ich bereits einige Male berichtet. Konsequent weigerte man sich, zuzugeben, dass nach ihren Tarifinformationen Datenverbindungen kostenfrei sind, und nicht mit 0,10€ pro Minute abgerechnet werde dürfen.
Was mich nicht so sehr störte, solange man mir nach jeder Rechnung den erhobenen Betrag nach Widerspruch erstattete - aus Kulanz selbstverständlich.
Für den letzten Rechnungsmonat stand eine Reaktion auf meinen Widerspruch noch aus, und ich überlegte schon, mal wieder telefonisch aktiv zu werden, als mich ein Mitarbeiter von BASE anrief.
Er machte deutlich, dass man die von mir genutzte Nummer angerufen und festgestellt habe, dass sich dort ein Modem meldet. Ihr System würde dieses automatisch erkennen, und dann als Fax- und Datendienst kostenpflichtig mit 0,10€ pro Minute abrechnen.
Für einen kurzen Moment fühlte ich mich wirklich veralbert. Bisher ging ich davon aus, dass BASE-Mitarbeiter lesen können. Und das gelesene auch verstehen. Denn dass die von mir genutzte Nummer einen Datendienst anbietet, hatte ich nie in Abrede gestellt.
Also entgegnete ich: “Das stimmt.” Nach kurzer Irritation seinerseits wollte er mit mir gemeinsam Anhand der Preisliste nachvollziehen, woher man den dubiosen 0,10€-Posten denn nehmen würde. Ich war gespannt. Allerdings schieden sich dann schon wieder die Geister. Er meinte, ich könne die aktuelle Preisliste aus dem Internet herunterladen. Woraufhin ich entgegnete, dies sei unnötig, denn ich habe die Preisliste von Zeitpunkt des Vertragsabschlusses vor mir liegen.
Diese Aussage beschwor das zweite Highlight herauf - mein Telefonpartner befürchtete, die Preislisten könnten sich unterscheiden. Zu dem Zeitpunkt zweifelte ich ein weiteres Mal an dem Verständnis meines Kommunikationspartners für wesentliche Grundzüge von Vertragsbeziehungen.
Aber ich gab nicht auf, sondern erklärte meinem Gegenüber, ich lasse mich gerne eines Irrtums belehren, wenn er mir erst einmal anhand der Tarifinformationen aus dem Internet erklären könne, woher die 0,10€ für Daten- und Faxverbindungen kämen. Dann wartete ich. Und wartete.
Aber irgendwie kam keine Reaktion. Also legte ich ihm in wenigen Sätzen dar, weshalb ihre in Rechnung gestellten Preise falsch seien. Entgegnung: Dazu könne er jetzt nichts sagen, aber die Verbindungen kosteten 0,10€/min. Ab dem Zeitpunkt begann mich das Gespräch zu amüsieren.
Ich wies ihn darauf hin, dass man mir Vertragsänderungen bitte schriftlich anzeigen solle. Und, dass mir damit ein Sonderkündigungsrecht zustehen würde.
In gleichbleibendem höflichen Ton meinte der Mitarbeiter daraufhin, er werde sich das ganze noch einmal anschauen, und sich dann schriftlich bei mir melden.
“Und dann können sie damit machen was sie wollen.” (O-Ton)
Danke. Aber auch das war mir schon bekannt.
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